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Artikel: Softshelljacke waschen, imprägnieren & pflegen

Schwarze Softshelljacke techno men von Geographical Norway
Jacken

Softshelljacke waschen, imprägnieren & pflegen

Eine Softshelljacke ist pflegeleicht – wenn man ein paar Dinge beachtet. Hier lesen Sie, was Softshell eigentlich ist, wie Sie eine Softshelljacke richtig waschen und trocknen und wie Sie die wasserabweisende Wirkung erhalten. Unsere Softshelljacken bestehen aus 96 % Polyester und 4 % Elasthan – genau für solche elastischen Softshells gelten die Tipps unten.

Was ist Softshell?

Softshell ist ein weiches, dehnbares Funktionsgewebe, meist aus Polyester mit etwas Elasthan. Die Außenseite ist dicht gewebt und hält Wind ab, eine Ausrüstung auf der Oberfläche lässt Regentropfen abperlen. Innen ist das Material oft leicht angeraut oder gefüttert und wärmt dadurch. Softshell ist atmungsaktiv und trocknet schnell – ideal für Übergangszeit, Wandern, Radfahren und den Alltag.

Softshell oder Hardshell?

  • Softshell ist wasserabweisend, winddicht, elastisch und atmungsaktiv. Leichter Regen und Nieselwetter perlen ab, bei Dauerregen wird das Material irgendwann nass.
  • Hardshell ist wasserdicht durch eine Membran und verklebte Nähte, dafür steifer, raschelnder und weniger atmungsaktiv.

Für wechselhaftes Wetter und Bewegung ist Softshell meist die angenehmere Wahl. Wer stundenlang im Starkregen unterwegs ist, braucht eine Regen- oder Hardshelljacke.

Softshelljacke waschen: das Wichtigste in Kürze

  • Kalt bis 30 °C im Schon- oder Feinwaschgang.
  • Flüssiges Fein- oder Funktionswaschmittel, sparsam dosiert.
  • Kein Weichspüler – er verklebt die Oberfläche und schadet dem Elasthan.
  • Nicht in den Trockner – an der Luft trocknen lassen.
  • Selten waschen – oft reicht Ausbürsten oder ein feuchtes Tuch.

Maßgeblich ist immer das Pflegeetikett in Ihrer Jacke.

Softshelljacke richtig waschen – Schritt für Schritt

  1. Taschen leeren und alle Reißverschlüsse und Klettverschlüsse schließen. Eine abnehmbare Kapuze vorher abnehmen.
  2. Auf links drehen. So reibt die Außenseite weniger an der Trommel, die Oberfläche bleibt glatt.
  3. Kalt oder bei 30 °C im Schon- oder Feinwaschgang waschen, mit niedriger Schleuderzahl. Die Trommel nur halb füllen.
  4. Flüssiges Fein- oder Funktionswaschmittel verwenden. Pulver kann Rückstände im Gewebe hinterlassen.
  5. Keinen Weichspüler zugeben – er legt einen Film auf die Fasern, das Wasser perlt danach schlechter ab.
  6. Bei Bedarf einen zweiten Spülgang einstellen, damit keine Waschmittelreste zurückbleiben.

Softshelljacke trocknen

  • Direkt nach der Wäsche aus der Maschine nehmen und leicht in Form ziehen.
  • Auf einem Bügel an der Luft trocknen, nicht direkt auf der Heizung und nicht in praller Sonne. Softshell trocknet schnell, meist in wenigen Stunden.
  • Nicht in den Trockner, wenn das Pflegeetikett ihn nicht ausdrücklich erlaubt. Hohe Hitze macht Elasthan spröde, die Jacke verliert ihre Dehnbarkeit.
  • Bügeln ist nicht nötig.

Softshelljacke imprägnieren

Perlt Wasser nicht mehr ab, sondern zieht in den Stoff ein, ist die Imprägnierung erschöpft. Oft liegt das nur an Schmutz und Hautfett – dann hilft schon eine Wäsche wie oben beschrieben. Bleibt der Effekt danach aus, imprägnieren Sie neu:

  1. Die Jacke frisch gewaschen und noch leicht feucht oder trocken auf einen Bügel hängen.
  2. Ein Imprägnierspray für Funktionstextilien aus etwa 20 bis 30 cm Abstand gleichmäßig auf die Außenseite sprühen – im Freien oder bei offenem Fenster.
  3. Schultern, Kapuze und Ärmel besonders gründlich behandeln, dort trifft der meiste Regen auf.
  4. Die Jacke vollständig an der Luft trocknen lassen, bevor Sie sie wieder tragen.

Je nach Nutzung reicht es, die Jacke ein- bis zweimal pro Saison zu imprägnieren. Alternativ gibt es Wasch-Imprägnierungen, die in der Maschine statt des Waschmittels zugegeben werden – auch hier gelten Hinweise auf der Packung und das Pflegeetikett.

Typische Fehler bei der Softshellpflege

  • Zu heiß waschen – Elasthan leidet, die Jacke leiert aus.
  • Weichspüler – die Oberfläche verklebt, Wasser perlt nicht mehr ab.
  • Trockner oder Heizung – spröde Fasern, Glanzstellen.
  • Zu viel Waschmittel – Rückstände machen das Gewebe wasserziehend.
  • Zu oft waschen – jede Wäsche beansprucht die Ausrüstung. Leichte Verschmutzungen lieber ausbürsten oder abwischen.

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